Version 1 · gültig ab 8. Juli 2026.
Sprachfassung: Diese deutsche Fassung dient der Verständlichkeit. Rechtlich massgebend ist allein die französische Fassung; bei Abweichungen oder Auslegungsfragen geht die französische Fassung vor.
Die vorliegenden Bedingungen (nachfolgend « AGB ») regeln den Abschluss und die Nutzung des Dienstes Fidelyz durch ein Geschäft (nachfolgend « der Kunde »). Mit dem Abschluss akzeptiert der Kunde sie vorbehaltlos, einschliesslich des Anhangs zur Datenbearbeitung, der integraler Bestandteil dieser AGB ist.
Fidelyz, erreichbar unter fidelyz.cards, stellt einen Online-Dienst bereit, mit dem ein Geschäft eine digitale Kundenkarte für Apple Wallet und Google Wallet erstellen und verwalten, Karten an seine Endkunden ausgeben und ihnen Mitteilungen senden kann. Als « Endkunde » gilt jede Person, der der Kunde eine Karte ausgibt; als « Betreiberin » gilt die Einheit, die Fidelyz betreibt (siehe Impressum).
Der Dienst wird in zwei Paketen angeboten, im Jahresabonnement, in Schweizer Franken (CHF), Preise exkl. MwSt.:
Preise exkl. MwSt.
Der Funktionsumfang jedes Pakets ist auf der Startseite (Abschnitt Preise) beschrieben; im Zweifel über den Umfang ist diese massgebend.
Lancierungspreis: Die Pakete Pro und Business können zu einem Lancierungspreis angeboten werden (jeweils 690 bzw. 890 CHF exkl. MwSt. pro Jahr), der den ersten 150 Kunden vorbehalten ist. Nach Ablauf dieses Angebots erfolgen neue Abschlüsse zum jeweils gültigen Tarif (890 CHF exkl. MwSt. pro Jahr für Pro, 1290 CHF exkl. MwSt. pro Jahr für Business). Ein Kunde, der zum Lancierungspreis abgeschlossen hat, behält diesen Preis, solange sein Abonnement aktiv bleibt, Verlängerungen eingeschlossen. Bei Kündigung und späterem Wiederabschluss gilt der am Tag des Wiederabschlusses gültige Tarif.
Preisänderungen: Die Betreiberin kann ihre Preise anpassen. Bei laufenden Abonnementen wird jede Erhöhung dem Kunden per E-Mail mit einer Frist von mindestens dreissig (30) Tagen angekündigt und gilt erst ab der nächsten Jahresfälligkeit. Der Kunde, der sie ablehnt, kann vor dieser Fälligkeit kündigen; andernfalls gilt der neue Tarif ab der Verlängerung.
Der Abschluss erfolgt online und begründet einen Jahresabonnementsvertrag (und nicht den Kauf einer befristeten Lizenz).
Jedes neue Abonnement beginnt mit einem Gratis-Test von vierzehn (14) Tagen: Eine gültige Kreditkarte wird beim Abschluss verlangt und hinterlegt, aber vor Ablauf des Tests erfolgt keine Belastung. Der Kunde kann während des Tests jederzeit, kostenlos und ohne Begründung über sein Dashboard kündigen (« Abonnement → Abonnement verwalten »); in diesem Fall wird nichts in Rechnung gestellt. Ohne Kündigung vor Ablauf des Tests beginnt das Abonnement automatisch, und die erste Belastung erfolgt nach Ablauf der vierzehn Tage.
Die Zahlung wird durch unseren Dienstleister Stripe abgewickelt; die Betreiberin hat keinen Zugriff auf die vollständigen Kreditkartendaten. Zu jeder Fälligkeit wird eine Rechnung erstellt und elektronisch übermittelt.
Das Abonnement wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, in aufeinanderfolgenden Perioden von zwölf Monaten. Es verlängert sich stillschweigend zu jeder Jahresfälligkeit, zum Abschlusspreis des Kunden (der Lancierungspreis bleibt erhalten, solange das Abonnement aktiv ist, siehe Ziffer 2), vorbehältlich der in Ziffer 2 vorgesehenen Ankündigungsfrist bei Preiserhöhungen.
Der Kunde kann jederzeit kündigen, mit einem Klick, über sein Dashboard (« Abonnement → Abonnement verwalten », über den gesicherten Stripe-Bereich): Die Kündigung wird auf das Ende der laufenden Jahresperiode wirksam, die geschuldet bleibt. Angebrochene Perioden werden nicht anteilig zurückerstattet, vorbehältlich zwingender gesetzlicher Bestimmungen. Ein Paketwechsel ist jederzeit auf demselben Weg möglich; die Differenz wird vom Zahlungsdienstleister anteilig berechnet.
Zahlungsverzug: Schlägt die Belastung fehl, benachrichtigt die Betreiberin den Kunden, und die Zahlung wird während mehrerer Tage automatisch erneut versucht, ohne Unterbrechung des Dienstes. Bleibt die Regularisierung nach diesen Versuchen aus, wird das Abonnement suspendiert: Der Zugriff auf das Dashboard wird auf den Lesemodus beschränkt; das Scannen an der Kasse, die Anmeldung neuer Endkunden und die Aktualisierung der Karten werden ausgesetzt. Bereits ausgegebene Karten bleiben im Wallet der Endkunden. Der Kunde kann jederzeit regularisieren und sein Abonnement reaktivieren: Der Dienst läuft dann vollständig weiter, mit allen Daten.
Der Dienst ist Fachleuten vorbehalten (Geschäften, Selbständigen, Gesellschaften), die zu Zwecken ihrer gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit handeln. Mit dem Abschluss erklärt der Kunde, in dieser Eigenschaft zu handeln. Verbraucherschutzregime, einschliesslich des vierzehntägigen Widerrufsrechts für Konsumentinnen und Konsumenten der Europäischen Union (Richtlinie 2011/83/EU), finden auf das Verhältnis daher keine Anwendung. Das schweizerische Recht sieht im Übrigen kein allgemeines Widerrufsrecht für online abgeschlossene Dienstleistungen vor.
Der Gratis-Test von vierzehn (14) Tagen (Ziffer 3) erlaubt es in jedem Fall, den Dienst zu testen und vor jeder Zahlung kostenlos und ohne Begründung darauf zu verzichten. Sollte ungeachtet des Vorstehenden eine zwingende Schutzbestimmung auf einen Kunden anwendbar sein, bleibt sie vorbehalten: Diese AGB entziehen niemandem ein Recht, auf das nicht verzichtet werden kann.
Die Betreiberin setzt angemessene Mittel ein, um die Verfügbarkeit und das einwandfreie Funktionieren des Dienstes sicherzustellen. Der Dienst wird « wie besehen » bereitgestellt, ohne Garantie der Unterbrechungs- oder Fehlerfreiheit. Unterbrechungen können auftreten für Wartung, Updates oder aus Gründen ausserhalb des Einflussbereichs der Betreiberin, namentlich bei Ausfällen eines Drittanbieters, von Apple oder von Google.
Die vom Kunden aufgebaute Kundendatei bleibt sein volles und uneingeschränktes Eigentum. Die Betreiberin nutzt sie nicht zu eigenen Zwecken und teilt sie mit keinem anderen Geschäft. Der Kunde kann seine Daten (CSV-Format) jederzeit über sein Dashboard exportieren. Im Fall der Kündigung bleibt die Kundendatei jederzeit herausgabefähig über denselben CSV-Export, und bereits ausgegebene Karten bleiben in den Wallets der Endkunden. Am Ende der Vertragsbeziehung werden die Daten gemäss den Modalitäten des Anhangs DPA herausgegeben oder gelöscht.
Die Betreiberin räumt dem Kunden ein persönliches, nicht ausschliessliches und nicht übertragbares Nutzungsrecht am Dienst für die Dauer des Abonnements ein. Die Software, die Marke und die Bestandteile des Dienstes bleiben Eigentum der Betreiberin. Die Inhalte und die Marke des Kunden bleiben dessen Eigentum; der Kunde gestattet der Betreiberin deren Nutzung ausschliesslich im für die Erbringung des Dienstes erforderlichen Umfang.
Die Bearbeitung von Personendaten ist in der Datenschutzerklärung beschrieben. Für die Daten der Endkunden handelt die Betreiberin als Auftragsbearbeiterin des Kunden gemäss dem Anhang zur Datenbearbeitung unten.
In den vom schweizerischen Recht zugelassenen Grenzen ist die Haftung der Betreiberin auf direkte und nachgewiesene Schäden beschränkt und auf den Betrag begrenzt, den der Kunde in den letzten zwölf Monaten bezahlt hat. Die Betreiberin haftet weder für indirekte Schäden (Umsatz-, Kundschafts- oder Datenverlust) noch für Handlungen Dritter. Die Haftung für grobe Fahrlässigkeit oder Absicht bleibt in jedem Fall unberührt.
Bei schwerer Verletzung der Pflichten des Kunden (rechtswidrige Nutzung, Zahlungsverzug, Beeinträchtigung der Sicherheit) kann die Betreiberin den Zugang suspendieren oder kündigen, nach erfolgloser Mahnung, soweit eine solche erforderlich ist.
Die Betreiberin kann diese AGB ändern. Wesentliche Änderungen werden dem Kunden mitgeteilt; er kann sie ablehnen, indem er die Nutzung des Dienstes einstellt. Die fortgesetzte Nutzung gilt als Zustimmung.
Diese AGB unterstehen schweizerischem Recht, namentlich dem Obligationenrecht (OR) und, was die Geschäftspraktiken betrifft, dem Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG); der Datenschutz richtet sich nach dem Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG), wie in der Datenschutzerklärung und im Anhang DPA unten ausgeführt. Für alle Streitigkeiten sind ausschliesslich die Gerichte am Sitz der Betreiberin zuständig, vorbehältlich eines zwingenden gesetzlichen Gerichtsstands.
Für alle Fragen zu diesen AGB: contact@fidelyz.cards.
Dieser Anhang ist integraler Bestandteil der AGB. Er gilt, wenn die Betreiberin (die « Auftragsbearbeiterin ») im Auftrag des Kunden (des « Verantwortlichen ») die Personendaten der Endkunden bearbeitet. Für diese Daten geht er jeder abweichenden Klausel der AGB vor.
Die Auftragsbearbeiterin bearbeitet die Daten ausschliesslich zur Erbringung des Kundenkarten-Dienstes (Ausgabe der Karten, Treue-Zählung, Mitteilungen, Statistiken des Geschäfts), während der Dauer des Abonnements und auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen.
Endkunden des Verantwortlichen; Daten: Vorname, allfällige Kontaktdaten (E-Mail, Telefon, Geburtstag), Besuchs- und Stempelverlauf, zugeordnete Leistungen, technische Kartenkennungen. Der Dienst erfordert keine besonders schützenswerten Personendaten; der Verantwortliche verpflichtet sich, keine solchen einzubringen.
Der Verantwortliche genehmigt den Beizug der in der Datenschutzerklärung aufgeführten Unterauftragsbearbeiter (Supabase, Vercel, Brevo, Stripe, Apple, Google). Die Auftragsbearbeiterin überbindet diesen gleichwertige Schutzpflichten und informiert den Verantwortlichen über jede Änderung, mit der Möglichkeit, aus legitimen Gründen Einspruch zu erheben.
Gewisse Unterauftragsbearbeiter können Daten ausserhalb der Schweiz oder der Europäischen Union bearbeiten; diese Übermittlungen sind durch geeignete Garantien abgesichert (Standardvertragsklauseln und/oder Angemessenheitsbeschluss).